Das Frankenbündnis für die Natur

Naturschutz und Rohstoffgewinnung auf gemeinsamen Kurs

Im Frühjahr 2009 initiierte LZR gemeinsam mit dem Landesbundes für Vogelschutz (LBV) ein Bündnis der besonderen Art. Mit Unterstützung durch den Bayerischen Industrieverband Steine und Erden und der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe ABBM schlossen rohstoffgewinnende Unternehmen aus dem nordbayerischen Raum das „Frankenbündnis für die Natur“.

Der Eisvogel ist das Symbol für die Bemühungen des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), die Uferschwalbe steht für den nachhaltigen Einsatz der bayerischen Rohstoffindustrie für die Belange der Umwelt. Unter dem Titel „Frankenbündnis für die Natur“ nehmen die beiden Tiere nun gemeinsam Kurs auf forcierte Bemühungen für Naturschutz und nachhaltige Rohstoffwirtschaft.
Mit der Integration von Naturschutzmaßnahmen im Rahmen der Rohstoffgewinnung findet eine Vernetzung statt unter Wahrung wirtschaftlicher Interessen – und dies nicht erst mit der Renaturierung, sondern bereits beim laufenden Betrieb. Durch Umweltbildungsmaßnahmen, Führungen und Vorträge unterstützen die Spezialisten des LBVs zudem die Aktionen des Bündnisses.

Schon im ersten Jahr des Bündnisses zeigte sich in vielen Maßnahmen und Aktionen ab, wie wertvoll diese Zusammenarbeit ist. So war es nicht verwunderlich, dass das fruchtbare Bündnis auf größerer Ebene erweitert wurde.

Im Jahre 2011 kam es zur „Vereinbarung zwischen dem Bayerischen Industrieverband Steine und Erden, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe (ABBM) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) über gemeinsame Aktivitäten zur Sicherung und Förderung der biologischen Vielfalt in Gewinnungsstätten“. Darin dokumentieren die Beteiligten, dass bei der Gewinnung von mineralischen Rohstoffen aus der Natur das Prinzip der Nachhaltigkeit einen hohen Wert besitzt. Man ist sich darin einig, dass die Rohstoffgewinnung und der Naturschutz keine Gegensätze sind. Es wird die gemeinsame Erarbeitung konkreter Lösungswege für die Optimierung der Verträglichkeit von Rohstoffgewinnung und Artenvielfalt angestrebt.
Als gemeinsame, fachliche Ziele gilt es, Rohboden und Felsstandorte seltenen Tier- und Pflanzenarten während und nach der Gewinnungsphase zu überlassen, in der Gewinnungsphase entstehende Pionierstandorte während einer Fortpflanzungsperiode ungenutzt zu lassen, die Fortschreitung der Gewinnungsräume unter ausreichender Berücksichtigung naturschutzfachlicher Vorgaben ausdrücklich zu befürworten, da sie die dynamischen Prozesse der Besiedlung mit Tier- und Pflanzenarten fördert, die in der heutigen Landschaft natürlicherweise nicht mehr existieren.

Auf dieser Grundlage werden praxisorientierte Handreichungen erarbeitet, die den Rohstoff gewinnenden Unternehmen vor Ort in Zusammenarbeit mit den Kreisgruppen des LBV Handlungsanweisungen nach diesen Grundsätzen zur Verfügung stellen. 

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